Stromausfall: Vorbereitet sein, falls es dunkel wird

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Die gute Nachricht zuerst: Das deutsche Stromnetz ist sehr zuverlässig. Stromausfälle kommen vor, sind aber häufig schnell behoben. Trotzdem ist es sinnvoll, vorbereitet zu sein – für den Fall, dass Sie doch länger auf Strom verzichten müssen.


Was passiert bei einem Stromausfall?

Ein Baum kracht bei einem Sturm in eine Stromleitung. Oder ein Bagger auf einer Baustelle beschädigt ein Erdkabel. Solche Ereignisse kann niemand vorhersehen. Stromnetzbetreiber überlassen dennoch nichts dem Zufall. Viele Bereiche des Stromnetzes sind so aufgebaut, dass es Ersatzwege gibt.

Das Prinzip funktioniert wie eine Umleitung im Straßenverkehr: Ist eine Strecke gesperrt, führt der Verkehr über eine andere Straße. Im Stromnetz funktioniert das ähnlich. Fällt eine Leitung aus, kann der Strom oft über eine andere Leitung fließen. Deshalb dauern viele Stromausfälle nur wenige Minuten.

Mit einigen wenigen Maßnahmen kommen Sie gut durch so einen Stromausfall. Besonders dann, wenn nur wenige Straßen betroffen sind. Ist der Stromausfall örtlich begrenzt, können Sie möglicherweise ausweichen: mit einem warmen Essen beim Lieblingsimbiss ein paar Straßen weiter, einem geladenen Handy bei Bekannten oder einer Nacht bei Familie oder Freund*innen.


Was ist ein Blackout?

Anders sähe es bei einem Blackout aus. So nennen Fachleute einen großflächigen Stromausfall, der länger andauert. Betroffen sein können ganze Städte, Regionen oder Länder. Bei einem Blackout wären nicht nur sehr viele Menschen gleichzeitig ohne Strom. Auch wichtige Bereiche des alltäglichen Lebens wären eingeschränkt.


Was passiert bei einem Blackout?

Das fängt zu Hause an: Ohne Strom funktionieren Licht, moderne Heizungen und Elektrogeräte nicht. Bei einem längeren Stromausfall tauen Kühlschränke und Gefriertruhen ab. Lebensmittel können verderben.

Einkaufen wird schwierig. Supermärkte können Stromausfälle teilweise mit Notstrom überbrücken, aber nur für eine begrenzte Zeit. Kassen, Kartenzahlung und Geldautomaten können ausfallen.

Hinzu kommt: Der Kontakt zu anderen wird schwierig. Festnetz, Internet und Handyempfang können ausfallen oder überlastet sein. Notrufe bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst kommen unter Umständen nicht durch.


Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Ein Blackout in ganz Deutschland gilt als unwahrscheinlich. Dazu tragen Schutzmaßnahmen bei. Zudem wird das Stromnetz rund um die Uhr überwacht.

Trotzdem gibt es keine hundertprozentige Sicherheit. Längere Stromausfälle können auch in Deutschland vorkommen. Auslöser sind dann meist extreme Ereignisse. Im Münsterland schneite es im Winter 2005 so stark, dass Strommasten einknickten. Im Januar 2026 beschädigte ein Brandanschlag wichtige Stromleitungen in Berlin. In beiden Fällen waren sehr viele Menschen betroffen. Im Münsterland mussten damals einige bis zu vier Tage ohne Strom auskommen.


Wie bereite ich mich auf längeren Stromausfall vor?

Ausführliche Tipps zur allgemeinen Vorsorge bei Stromausfällen finden Sie in einem weiteren Artikel. Dort finden Sie auch eine Liste mit wichtigen Gegenständen, die Sie zu Hause haben sollten.

Die wichtigsten Hinweise sind hier zusammengefasst:

  • Legen Sie einen Vorrat an. Trinkwasser, Lebensmittel, Hygieneartikel und – bei Bedarf – Medikamente sollten für mehrere Tage reichen.
  • Laden Sie Handys, Laptops und andere wichtige Geräte regelmäßig auf. Ersatzakkus und Powerbanks helfen, länger erreichbar zu bleiben und Nachrichten zu verfolgen, zum Beispiel über die NINA-Warn-App.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit. So können Sie wichtige Informationen der Behörden empfangen, wenn Internet oder das Handynetz ausfallen.
  • Bewahren Sie Bargeld für mehrere Tage zu Hause auf, falls Geldautomaten ausfallen.
  • Denken Sie an Menschen in Ihrem Umfeld, die auf Hilfe oder Pflege angewiesen sind. Klären Sie vorher, wer diese Personen versorgen kann, wenn Pflegedienste zeitweise nicht kommen können.

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