Katastrophen- und Zivilschutz: Gemeinsam durch den Notfall
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In Notfällen müssen viele Stellen zusammenarbeiten. Auch auf mögliche Kriegsgefahren muss ein Staat vorbereitet sein. Genau darum geht es beim Bevölkerungsschutz.
Der Bevölkerungsschutz soll Bürger*innen bei Katastrophen und kriegsbedingten Gefahren schützen. Er besteht aus zwei Bereichen: dem Katastrophenschutz und dem Zivilschutz. Beide haben dasselbe Ziel: Menschen und Umwelt sollen im Ernstfall möglichst gut geschützt und versorgt werden. Sie greifen aber in unterschiedlichen Situationen.
Was ist Katastrophenschutz?
Katastrophenschutz greift bei allen großen Gefahren, die nicht von militärischen Angriffen anderer ausgehen. Mögliche Beispiele sind schwere Stürme oder Hochwasser, Industrieunfälle, großflächige Stromausfälle oder der Ausbruch einer ansteckenden Krankheit.
Zuständig sind in Deutschland die Bundesländer. Vor Ort spielen Städte und Kreise eine wichtige Rolle. Sie wissen, welche Straßen, Gebäude oder Einrichtungen betroffen sind. Und sie arbeiten im Ernstfall mit Feuerwehren und Hilfsorganisationen zusammen.
Gemeinsam kümmern sie sich darum, Menschen zu warnen, zu helfen und zu versorgen.
Welche Rolle spielt der Bund beim Katastrophenschutz?
Auch wenn die Länder für den Katastrophenschutz zuständig sind, stehen sie nicht allein da. Der Bund kann sie unterstützen.
Dann spricht man von Amts- oder Katastrophenhilfe. Vereinfacht gesagt: Eine staatliche Stelle hilft einer anderen, damit Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
Was ist Zivilschutz?
Zivilschutz ist wichtig, um Menschen durch einen Krieg oder eine drohende Kriegsgefahr zu schützen. Dann geht es nicht um die militärische Verteidigung mit Waffen – dafür gibt es die Bundeswehr. Sondern um direkte Maßnahmen für die Bevölkerung: Wo können Menschen Schutz finden? Wie können sie versorgt werden? Und wie kann das öffentliche Leben so gut wie möglich weiterlaufen?
Es geht auch um die Frage: Wie können Menschen auf mögliche Gefahren vorbereitet werden? Die Informationen, die Sie auf den Seiten von #besserbereit finden, sind ein wichtiger Teil der Antwort.
Sie beruhen im Wesentlichen auf Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, kurz: BBK. Das BBK und die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sind die beiden wichtigsten Zivilschutzbehörden in Deutschland.
Wie arbeiten Bund und Länder zusammen?
Katastrophenschutz und Zivilschutz sind aufeinander abgestimmte Konzepte.
Bevölkerungsschutz gelingt nur gemeinsam. Wie oben erwähnt, unterstützt der Bund die Länder im Katastrophenfall: So kann der Bund beispielsweise Fahrzeuge, Ausrüstung und andere wichtige Hilfsmittel bereitstellen. Im Zivilschutz unterstützen die Länder umgekehrt den Bund. Die örtlichen Behörden, Feuerwehren und Hilfsorganisationen stellen ihre Kräfte im Verteidigungsfall zur Verfügung.
Wird diese Zusammenarbeit geübt?
Schwere Katastrophen und Kriege sind in Deutschland heutzutage eher selten, und wenn meistens lokal oder regional begrenzt. Es gibt aber Fälle wie die Flutkatastrophe im Ahrtal. Gerade dann müssen alle Räder ineinandergreifen. Schnelle Entscheidungen sind gefragt. Im Ernstfall bleibt keine Zeit, Abläufe einzustudieren.
Bund und Länder trainieren deshalb regelmäßig: Seit 2004 gibt es beispielsweise die gemeinsame Übung LÜKEX. Hier werden immer wieder unterschiedliche Gefahren und Krisen durchgespielt. So wissen alle, was getan werden muss, wenn es darauf ankommt.
Welche Rolle habe ich selbst?
Bevölkerungsschutz ist Aufgabe von Behörden und Einsatzkräften. Aber nicht nur. Auch Sie spielen eine wichtige Rolle. Wenn Sie wissen, was bei Sturm, Hochwasser, Stromausfall oder anderen Krisen zu tun ist, können Sie im Ernstfall schneller und ruhiger reagieren.
Das hilft Ihnen selbst. Es hilft aber auch anderen. Wer vorbereitet ist, muss nicht sofort den Notruf wählen. Wer Warnungen versteht, bringt sich nicht unnötig in Gefahr. Wer weiß, wo wichtige Dinge liegen, kann schneller handeln.
So entlasten Sie Einsatz- und Rettungskräfte. Diese können sich dann zuerst um die Menschen kümmern, die dringend Hilfe brauchen. Kurz gesagt: Je mehr Menschen vorbereitet sind, desto besser funktioniert der Bevölkerungsschutz.




