Wenn Gewalt plötzlich ausbricht: Handeln bei Terrorlagen
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Terroristische Anschläge, Amok-Taten oder bewaffnete Angriffe lassen sich kaum vorhersagen. Oft gibt es keine Vorwarnung. Genau darauf zielt Terror auch ab: Allein der Gedanke, dass etwas Schreckliches passieren kann, soll Menschen verunsichern.
Wie groß ist die Gefahr von Terroranschlägen in Nordrhein-Westfalen?
Das NRW-Innenministerium stuft die Terrorgefahr durch islamistisch motivierte Anschläge zuletzt als „abstrakt hoch" ein. In Erinnerung ist noch der Anschlag auf einem Solinger Stadtfest. Im August 2024 tötete ein Mann ohne Vorwarnung drei Menschen mit einem Messer. Weitere Menschen wurden verletzt. Der Täter bekannte sich zur Terrormiliz IS.
Vorfälle wie dieser sorgen für große Aufmerksamkeit. Sie beeinflussen häufig auch unser eigenes Gefühl von Sicherheit. Gleichzeitig sind solche extremen Gewalttaten selten. Sich das bewusst zu machen, kann helfen, mit der Angst umzugehen. Umgekehrt ist es wichtig, wachsam zu sein und in einer Gefahrensituation handeln zu können.
Wie reagiere ich im Falle eines Terroranschlags?
Pauschale Regeln für richtiges Verhalten gibt es nicht. Weder das Ziel eines Anschlags noch die Motivation der Täter und Täterinnen sind in der Regel vorher bekannt. Häufig treffen Anschläge Orte, an denen viele Menschen zusammenkommen oder die eine besondere Bedeutung haben. Dazu zählen Bahnhöfe, Flughäfen, Sehenswürdigkeiten oder Schauplätze von Großveranstaltungen. Wenn Sie solche Orte besuchen: Achten Sie darauf, wo sich Ausgänge und Fluchtwege befinden.
Wenn es zu einem Angriff kommt, verlassen Sie den Gefahrenbereich so schnell wie möglich, sofern das gefahrlos möglich ist. Fordern Sie andere Personen zur Flucht auf. Helfen Sie anderen, wenn möglich – ohne sich selbst zu gefährden. Ist die Flucht nicht möglich, suchen Sie Schutz. Berühren Sie keine verdächtigen Gegenstände. Befinden Sie sich in einem Gebäude, das durch Explosionen beschädigt wurde, könnten Hinweise aus dem Beitrag „Militärangriffe und Explosionen" wichtig sein.
Ich habe die Gefahrenzone verlassen: Was nun?
Leisten Sie Erste Hilfe, sofern Ihnen das gefahrlos möglich ist. Zeigen Sie Rettungskräften, wo sich verletzte oder hilflose Menschen befinden. Sollten Sie den Anschlag beobachtet haben, melden Sie Ihre Beobachtungen der Polizei.
Sind noch keine Einsatzkräfte vor Ort, wählen Sie bei Verletzten, Brand oder Explosion den Notruf 110 oder 112. Telefonieren Sie ansonsten nur, wenn es unbedingt nötig ist. So halten Sie die Leitungen für Notfälle frei.




